Immer genügend frische Minze zur Hand

Minze hat eine kühlende Wirkung. Deshalb sind Getränke mit frischer Minze besonders im Sommer willkommene Durstlöscher. Durch einfache Vermehrung können wir dafür sorgen, dass immer genügend da ist.


Minze ist eine alte Heilpflanze, die ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet stammt. Die durchblutungsfördernde, krampflösende, schmerzlindernde und kühlende Wirkung ist auf das vor allem in den Blättern der Pflanze enthaltende Menthol zurückzuführen. Dies lässt uns die Sommerhitze besser ertragen. Getränke mit Minze werden idealerweise in kleinen Portionen über den Tag verteilt getrunken.
 
Die Vermehrung dieses Krauts ist einfach und kann auf verschiedene Weise erfolgen. Am unkompliziertesten ist die vegetative Vermehrung (über Stecklinge, Ableger oder durch Teilung). So können wir immer rechtzeitig für Nachschub sorgen. Ausserdem lassen sich so gut auch Sorten tauschen.
 
 

Vermehrung durch Stecklinge

 
Eine Vermehrung durch Stecklinge ist während der gesamten Wachstumszeit (Frühling bis Herbst) möglich. Wichtig ist, die Stecklinge zu schneiden, bevor sie zur Blüte kommen. Abgeschnitten werden ca. 10 - 12 cm lange gesunde, kräftige Triebspitzen unter dem zweiten oder dritten Knoten. Die untersten Blätter werden entfernt. Die Stecklinge pflanzt man in nährstoffarme Anzucht- oder Kräutererde, die immer leicht feucht, aber nicht nass sein sollte. Der untere Knoten sollte sich in der Erde befinden. Sobald die Stecklinge (nach ca. 3 - 4 Wochen) gut durchwurzelt sind, können sie entweder ins Kräuterbeet oder in einen grossen Topf umziehen. Minzen sind Starkzehrer, das heisst, sobald sie an ihren definitiven Standort (idealerweise halbschattig) kommen, benötigen sie reichlich Nährstoffe. Ideal sind Kompost oder andere organische Dünger.
 
Als Alternative können die frisch geschnittenen Stecklinge in ein mit Wasser gefülltes Glas gestellt werden bis sie Wurzeln schlagen. Das Glas stellt man an einen warmen, halbschattigen Platz und wechselt das Wasser mindestens alle 3 Tage. Sobald sich einige Zentimeter lange Wurzeln gebildet haben, können die Stecklinge eingepflanzt werden.
 
 

Vermehrung durch Ableger

 
Sogenannte Ausläufer bilden sich im Spätsommer. Sie wachsen horizontal über oder knapp unter der Erde und sind bereits mit kleinen Würzelchen ausgestattet. Ableger werden kurz unterhalb solcher Wurzelansätze abgeschnitten und neu eingepflanzt. Bereits nach 3 - 5 Tagen wird die Pflanze neu austreiben. Es handelt sich dabei um eine äusserst einfache und schnelle Vermehrungsmethode.
 
 

Vermehrung durch Teilung

 
Beste Zeit zum Teilen ist im frühen Frühling. Dazu gräbt man die Pflanze mit einer Stechgabel aus und teilt sie mit einem Spaten in zwei oder mehrere Teile, die umgehend an anderer Stelle wieder eingepflanzt werden. Die Witterung im Frühling ist meist noch kühl und feucht, was die Minzen mögen. Im Frühling geteilte Minzen wachsen rasch an und treiben nach ein paar Tagen wieder neu aus.
 
 
Wyss Samen und Pflanzen AG, Christine Beuret
Gepostet: 19.08.2020 09:36:28 von Wyss | mit 0 Kommentar(e)
Tags: Minze, Stecklinge
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