Gemüseanbau: jetzt schauen, dass es keine bösen Überraschungen gibt
Der Jahreswechsel bietet sich an, um für das kommende Gartenjahr zu planen und Vorkehrungen zu treffen, dass es ein erfolgreiches wird.
Bis jetzt herrschten milde Wintertemperaturen, so dass zur Freude vieler Gartenfans je nach Gegend immer etwas im Garten gewerkelt werden konnte. Dies wird sich bald ändern, denn die stark frostigen Tage stehen unmittelbar bevor. Doch drinnen in der warmen Stube kann man bereits gut für den Saisonstart planen. In aller Ruhe lässt sich die vorangegangene Vegetationsperiode Revue passieren, über gelungene Ernten oder Fehlschläge nachdenken und in Saatgutkatalogen nach Neuheiten Ausschau halten.
Vielleicht haben Sie noch Saatgut aus vergangenen Jahren übrig, welches Sie im neuen Jahr verwenden möchten. Bevor Sie Ihre Aussaaten tätigen, ist es sinnvoll, die Samen auf ihre Keimfähigkeit zu prüfen. Wie ärgerlich wäre es doch, wenn man nach einer Direktsaat ins Freie wartet und wartet und wartet, um sich schliesslich eingestehen zu müssen, dass es nichts wird mit der feinen und gesunden Kost!
Für die Keimprobe legen Sie ca. 10 Samen jeder Sorte auf einen feuchten Wattebausch. Dieser darf nie austrocknen. Die Proben werden beschriftet, unter einen Glasdeckel gelegt und an einen hellen Platz gestellt. Wichtig ist, dass Sauerstoff dazukommt. Dazu kann man den Glasdeckel mit Holzkellen unterlegen oder man verwendet als Abdeckung Frischhaltefolie, in die man feine Löcher einsticht. Sogenannte Dunkelkeimer (Gurken, Kürbis, Bohnen) stellt man an einen dunklen Ort. Für die Keimung soll die Raumtemperatur mindestens 18 ° C betragen. Ausnahmen bilden Salat, der schon bei 10 - 16 ° C und Winterportulak, der sogar unter 12 ° C keimt. Die Keimzeiten sind auf den Samentüten angegeben. Nach Ablauf der angegebenen Keimzeit sollten mindestens die Hälfte aller Samen gekeimt haben. Sind es weniger, ist es ratsam, die Samen nicht mehr zu verwenden. Das kann auch eine Gelegenheit sein, etwas Neues auszuprobieren.
Wyss Samen und Pflanzen AG, Christine Beuret