Es ist eine Freude, sie im Garten zu haben – Fingerhüte (botanisch Digitalis). Ihre stattlichen traubigen Blütenkerzen sind äusserst attraktive Blickfänge und versprühen Wildblumencharme in Blumenbeeten oder am Gehölzrand.
Möchten Sie Ihren Garten mit Fingerhüten bereichern? Mai bis Juli ist eine gute Zeit für die Aussaat der im Grunde zweijährigen Staude. Man kann sie vorziehen und dann die Setzlinge auspflanzen, doch auch eine Direktsaat ins Freie funktioniert gut. Der Fingerhut ist ein Lichtkeimer; deshalb sollte man sie nicht mit Erde bedecken. Da das Saatgut winzig ist, lässt es sich ideal ausbringen, wenn man es mit etwas Sand mischt und dann breitwürfig streut. Bis zum Herbst bilden sich kräftige Blattrosetten, aus denen im nächsten Frühsommer die Blütenstängel hervorgehen. Der Fingerhut mag einen halbschattigen bis sonnigen Platz.
Lässt man es zu, ist diese Staude nicht nur zwei-, sondern durchaus mehrjährig. In der Regel stirbt die Pflanze nach der Blüte ab, sät sich jedoch zuverlässig von selbst aus, und der Kreislauf beginnt von neuem. Dank der Selbstaussaat kann man den Fingerhut an verschiedenen Plätzen ansiedeln. Dazu legt man die Stiele mit den Samenkapseln einfach am gewünschten Ort aus.

Fingerhüte werden je nach Art 80 - 150 cm hoch und blühen von Juni bis August in den Farben Weiss, Gelb, Purpur, Rosa, Rot, Crème, Lachs oder auch gemischtfarbig. Im Schlund zeigen sich purpurfarbene oder bräunliche Punkte.
So wunderschön der Fingerhut ist – so stark giftig ist er auch, und zwar für Menschen und Tiere. Da die Pflanze attraktiv aussieht, ist insbesondere bei neugierigen Kleinkindern Vorsicht geboten. Die Pflanze schmeckt extrem bitter, weshalb Menschen und Tiere sie in der Regel instinktiv meiden.
Wyss Samen und Pflanzen AG, Christine Beuret