Je nach Lage und Witterung duftet es im Wald oder entlang von Bachläufen bereits wieder nach Knoblauch – dies deutet darauf hin, dass die Bärlauch-Saison begonnen hat.
Bärlauch Blätter können mit dem Laub der stark giftigen Maiglöckchen oder der Herbstzeitlosen verwechselt werden. Ein sicheres Zeichen dafür, dass es Bärlauch ist, ist der starke Knoblauchgeruch, der verströmt wird, wenn man ein Blatt zwischen den Fingern zerreibt. Aber Vorsicht: Wenn die Finger erst mal nach Knoblauch riechen, dann tun sie es auch, wenn man anschliessend ein giftiges Blatt zwischen die Finger nimmt. Deshalb schaut man am besten zusätzlich auf den Stiel: Beim Bärlauch wächst jedes Blatt an einem einzelnen Stiel aus dem Boden.
Wer absolut sicher gehen will, kann auch zu Hause Bärlauch anpflanzen – in einen Garten, in dem keine Maiglöckchen und Herbstzeitlosen wachsen.
Allerlei Bärlauch-Genüsse
Der aromatische Bärlauch lässt sich auf sehr vielfältige Weise geniessen, zum Beispiel als Würze für Suppen, als Beigabe zu einem Frühlingssalat oder (nach dem Backen) auf eine Pizza gestreut. Ein schmackhaftes gesundes Nachtessen ergeben Ofenkartoffeln mit Bärlauch-Quark. Wie herrlich sind auch Bärlauch-Spätzli oder -Gnocchi! Und ein Tipp für den superschnellen, einfachen Genuss sind Bärlauch-Mayonnaise-Brötchen: etwas Mayonnaise aufs Brot streichen und mit fein geschnittenem jungem, zartem Bärlauch bestreuen.

Schon fast ein Muss für Bärlauch Fans ist Bärlauch-Pesto: Pinienkerne, Olivenöl, Parmesan, Bärlauch, Salz und Pfeffer mixen – und fertig ist die feine Zugabe zu Pasta. Für ein lange haltbares Pesto kann man einen Bund Bärlauch mit ca. 1 dl Oliven- oder Rapsöl und 2 - 3 TL Salz pürieren. In Gläser abgefüllt und dunkel gelagert, hält er bis zu 1 Jahr.
Mit der Blüte neigt sich die Bärlauch-Saison im Mai dem Ende zu. Ein Genuss sind dann nach die Blütenknospen, die man wie Kapern in Essig und Gewürze einlegen und in Gläser abfüllen kann. So hat man auch später noch Bärlauch-Genuss, zum Beispiel zu Raclette oder kalten Platten.
Wyss Samen und Pflanzen AG, Christine Beuret