Gartenarbeiten im Mai

Dieser anregende Monat kann Tage mit sommerlichen Temperaturen, aber auch frostige Morgen bescheren. Spannender, lebendiger und frischer präsentiert sich die Natur nie. Die Gartenideen werden jetzt umgesetzt, Balkon und Terrassen für den Sommer eingerichtet. Der Mai ist Saat- und Pflanzzeit.

Ziergarten

  • Die meist günstigen Wetterbedingungen – keine extreme Kälte oder Hitze und ausreichende Feuchtigkeit – begünstigen das gute Anwachsen der Pflanzen. Knollen- und Zwiebelblumen wie Dahlien, Canna und Gladiolen jetzt unbedingt in Garten und Balkongefässe setzen.
  • Frostempfindliche Blumen- und Gemüsesetzlinge in milden Lagen ab Monatsbeginn, in rauen ab Monatsmitte (nach den Eisheiligen) ins Freie pflanzen. Setzlinge aus dem Gewächshaus zuvor abhärten, damit sie Sonne und Wind ertragen.
  • Einjährige Blumen und Gräser, Stauden, Sträucher und Gehölze in den Garten und in Gefässe pflanzen.
  • Wärmeliebende Sommerblumen direkt in frisch gelockerte und gejätete Erde säen. Geeignet sind z. B. Löwenmäulchen, Mohn, Jungfer im Grünen, Hain-, Korn- und Ringelblumen, Duft-Wicken, Rittersporn, Kapuziner, Studenten- und Sonnenblumen, Zinnien.
  • Gartenboden soll nie kahl stehen, darum Unkraut jäten und Gründüngung, z. B. Phacelia, Gelbsenf oder Buchweizen säen. Gründüngung fördert die Bodenfauna, schützt vor Erosion und Nährstoffverlust.
  • Sämlinge und Setzlinge vor Schneckenfrass schützen.
  • Mit steigenden Temperaturen werden Larven des Buchsbaumzünslers aktiv. Buchs regelmässig auf Befall kontrollieren. Beim ersten Beobachten von Raupen beginnt die Bekämpfung, z. B. mit „Delfin“ (biologisches Frassgift, unbedenklich für Nützlinge), oder natürlichem Pyrethrum FS bzw. mit dem synthetischen Pyretroid „Kendo“.
  • Abgehärtete Kübelpflanzen ins Freie stellen.

Nutzgarten

  • Viele Gemüse direkt in vorbereitete Beete säen, z. B. Karotten, Lauchzwiebeln, Mairüben, Radieschen, Rettiche sowie Salate. Bis Mitte Monat sollten alte, fast vergessene Wurzelgemüse wie Pastinake und Petersilienwurzel gesät sein.
  • Direkt gesät werden auch Gewürze wie Borretsch, Dill, Petersilie, Rucola, Schnittlauch, Kamille, Kresse, Kerbel- und Bohnenkraut sowie Basilikum.
  • Dichte Saaten erdünnern. Die Pflänzchen sind so auszulichten, dass ausreichend Abstand zur Entfaltung vorhanden ist.
  • Gemüsesetzlinge (z. B. Salat, Kohl) regelmässig auspflanzen. Dabei Fruchtfolge und Mischkultur beachten. In rauen Lagen ist ein Vlies oder Kulturschutznetz zu empfehlen. Es schützt vor Witterung und schädlichen Insekten.
  • Kartoffeln bis Mitte Monat auslegen.
  • Im Zimmer-Gewächshaus oder auf dem Fenstersims Gurken, Melonen, Tomaten, Zucchetti und Kürbisse vorziehen. Auch für die Anzucht der Setzlinge von Gewürzen, Fenchel, Lauch, Krautstiel und Kohlarten ist die Zeit günstig.
  • Rasen, Obst- und Beerengarten pflegen, z. B. Wasserschosse und bei Kirschen Zweige mit Monilia abschneiden, bei Erd- und Himbeeren Blütenstecher ablesen (in welkenden Blüten sind die Eier abgelegt).