Gartenarbeiten im Januar

Gartenarbeit lässt sich in den einzelnen Wintermonaten nicht exakt planen; sie ist abhängig vom Bodenzustand und der Höhe der Schneedecke. Aber auch ohne Lockern und Graben gibt es zu tun, allem voran die Planung für die neue Saison: Wo sollen die Neuheiten hinkommen? Was ist früher, was später als letztes Jahr anzuziehen? Diese Gedanken geben uns das schöne Gefühl, schon mitten im Frühling zu stehen.

Ziergarten

  • Immergrüne Pflanzen, vor allem an niederschlagsfreien Standorten, benötigen bei milden Temperaturen Wasser.
  • Den Winterschutz prüfen. Hat er Schneedruck und Dachlawinen standgehalten? Ist das Vlies um Töpfe und Rosenbäumchen verweht?
  • Kübelpflanzen, die bei 5 - 10 ° C überwintern, vorsichtig giessen. Bei Schädlingsbefall Pflanzenschutzmittel anwenden.
  • Sommerblühende Ziergehölze (z. B. Buddleya, Deutzie, Hibiskus, Weigelie) und Laub abwerfende Hecken an frostfreien Tagen auslichten.
  • Vögel brauchen Nahrung. Viele finden sie an Samenständen von stehengelassen Pflanzen, an Ampfer, Beifuss, Disteln, Kornblumen und anderen. Wenn eine Schneedecke liegt, unterstützen wir sie mit Futter im Vogelhaus.
  • Alpenstauden, die zur Keimung eine Kältephase benötigen, aussäen. Kaltkeimer, z. B. Edelweiss, Eisenhut, Enzian, Küchenschelle, Trollblume, in eine Saatschale säen, angiessen und feucht ins Freie an die Kälte stellen. Mit steigenden Temperaturen setzt die Keimung ein. Nie ganz austrocknen lassen!

Nutzgarten

  • Auf der Fensterbank Kresse und Sprossen anziehen.
  • An frostfreien Tagen Beerensträucher auslichten.
  • Erste Salate, z. B. Winterlattughino, Kopfsalat 'Pia' und 'Maikönig' oder Batavia 'Dorée de Printemps' aussäen. Saatschalen kühl und hell aufstellen, dann Sämlinge pikieren. Die Setzlinge Ende Februar ins frostfreie Folien- oder Gewächshaus pflanzen.